Winterwandern in der schneebedeckten Eifel

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Laut Wettervorhersage ist es bald wieder so weit: die Temperaturen sinken unter 0°C und der zu Boden fallende Regen ist in einem pulvrig-weißen Aggregatzustand. Perfekt, um sich die warmen Winterstiefel anzuziehen und durch die schneebedeckte Eifel zu stapfen. Winterwandern, das fühlt sich besonders an und hat etwas von Besinnlichkeit und Ruhe. Gleichzeitig verlockt das eisige Weiß dazu, kleine, tennisballgroße Kugeln zu formen und eine lustige Schneeballschlacht zu beginnen. Natürlich kann man am Wegesrand auch einen oder gleich mehrere Schneemänner bauen. Kinder legen sich gerne auch selbst in den Schnee und formen mit Bewegungen der ausgestreckten Arme einen Schnee-Engel. Winterwanderungen in der Eifel sind einfach bezaubernd.

Wanderangebote in der Eifel

Wer die Eifel auf eigene Faust erkunden möchte, kann dies auf Rundwanderwegen in Kermeter, Tönnishäuschen, Rothe Kreuz, Vogelsang oder Wahlerscheid tun. Diese Wanderwege werden bei Schneefall geräumt, sodass Wanderer auch bei hohen Schneelagen ihrer Leidenschaft nachgehen können. Der Startpunkt liegt jeweils an einem Parkplatz, der den gleichen Namen wie der Wanderweg trägt. Nur der der Rundweg Vogelsang ist vom Parkplatz Walberhof aus zu erreichen. Wer auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist, kann mit dem Bus anreisen. Die Haltestellen liegen meistens ganz in der Nähe der Parkplätze, sodass von dort aus gut die Wanderung aufgenommen werden kann. Die Busse fahren in der Regel stündlich. Weitere Informationen sind auf der Seite Nationalpark Eifel zu finden.

Rangertouren durch die Eifel

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Wer nicht nur wandern möchte, sondern auch Wissenswertes über die Eifel und ihre Wälder der Region erfahren will, kann sich im Sommer wie im Winter einer geführten Rangertour anschließen. Die offiziell als geprüfte Natur- und Landschaftspfleger bezeichneten Ranger informieren während einer drei bis fünf Stunden langen Wanderung zu verschiedenen Themengebieten. Das Besondere ist, dass auf diesen Touren auch die Sinne gezielt angesprochen werden. Wie riecht der Wald? Wie hört er sich an? Hat er einen Geschmack? Das macht die Touren auch für Blinde und Sehbehinderte interessant und spannend; und für Kinder sowieso.

Rangertouren für die ganze Familie. (Foto: fotolia)

Allerdings sollten sich Familien mit Kindern oder ältere Menschen vorab zu informieren, wie anspruchsvoll der Weg ist. Zum Teil geht es über sehr unebenes Gelände oder die Tour dauert mehrere Stunden. Um den Spaß nicht zu verlieren, ist es wichtig, sich an die Empfehlung der Ranger zu halten und sich, wenn notwendig, für eine andere Strecke zu entscheiden. Derzeit werden bis auf montags und donnerstags neun verschiedene Touren angeboten, die jeweils unterschiedliche Anforderungen haben. Generell brauchen Interessierte keine Voranmeldung, es sei denn, es handelt sich um Gruppen ab 10 Personen. Weitere Informationen findet man beim Eifel Nationalpark.

Auf Schneeschuhen durch die Eifel

Wem Wandern allein zu langweilig ist, Skilanglauf durch das Loipensystem zu begrenzt, wer zwar Sport möchte aber Nordic Walking irgendwie albern findet, aber dennoch auf nichts von all dem ganz verzichten will, der sollte es mal mit Schneeschuhwandern versuchen. Auf Schneeschuhen sehen die Stöcke in den Händen plötzlich so aus, als gehören sie dahin, es lässt sich auch querfeldein laufen und Sport ist es allemal.

In der Eifel werden einige geführte Schneeschuhtouren angeboten. Wer noch keine eigenen Schneeschuhe hat, kann sich beim Anbieter meistens welche ausleihen. Auch, wenn die ersten Schritte vielleicht noch etwas vorsichtig und zurückhaltend sein mögen; schon nach kurzer Zeit wird es ein wahres Schneevergnügen. Denn mit den Schneeschuhen lässt sich ganz einfach über die noch unberührte, weiße Schneedecke laufen. Es hat fast ein wenig etwas von „übers Wasser gehen“ – und genau genommen ist es ja auch genau das.

Auf Schneeschuhen durch die Eifel. (Foto: fotolia)

Übrigens ist diese neue Trendsportart ein gemäßigtes Ausdauertraining, dass sich positiv auf das Herz-Kreislaufsystem auswirkt. Das Gute dabei ist, dass nicht erst lange geübt und trainiert werden muss – jeder, der laufen kann, ist in der Lage, das Ganzkörpertraining sofort ausführen und etwas für seine Gesundheit zu tun.

Die Eifel bei jedem Wetter

Auch in der Eifel fällt der Schnee nicht auf Bestellung. Es kann also vorkommen, dass die geplante Winterwanderung buchstäblich zu Wasser gerinnt. Dann ist er da, der winterliche Matsch. Der wahre Wanderer lässt sich davon jedoch nicht abhalten, nimmt den Stock zur Hand, den wasserdichten Wanderschuh an den Fuß, schlüpft in die Regenjacke und nimmt an der Wetterwanderung teil. Diese wird ab dem Simmerath-Rurberg einmal im Monat ganzjährig angeboten.

Die geführten Wanderungen sind kostenfrei und finden tatsächlich bei jedem Wetter statt. Auch bei Regen und Nebel. Die Wanderung dauert etwa sechs Stunden und führt an der Wanderstation am Heilsteinhaus vorbei, wo eine Rast eingelegt wird und je nach Wetterlage eine heiße Suppe gelöffelt oder ein Eis geschleckt werden kann, bevor es weitergeht. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich.

Es lässt sich wohl nicht von der Hand weisen: Die Eifel spielt im Sommer wie im Winter mit ihren Reizen. Und obwohl die Lust eine Engelsfigur bei +3°C und Tauwetter sicherlich nicht gegeben ist, freut sich das Kind in einem bei der Wetterwanderung vielleicht über die tiefe Pfütze, die nur darauf wartet, dass … platsch! Wandern in der Eifel, das fühlt sich besonders an.

Mehr Informationen zu Wanderungen in der Eifel gibt es hier.

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About Viola

Ich liebe die Natur der Eifel und das Schreiben ermöglicht mir, die Eifel auf eine ganz besondere Weise kennenzulernen. Denn ich erfahre Dinge, die ich vorher nicht wusste und das inspiriert mich.

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