Unter und über Wasser: Tauchen, Segeln, Surfen in der Eifel

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Sommerzeit – Wassersportzeit! Also rein ins Nass: Tauchen, Segeln, Surfen – das ist auch in der Eifel möglich. Hier ein kleiner Überblick für Freunde des Neoprens, der Fahrt hart am Wind und des schnellen Ritts über den See.

Klare Sicht und eine große Artenvielfalt machen den Tauchgang in der Eifel zum Erlebnis, solange man weiß, wo man hin muss. Zuerst die schlechte Nachricht: In den Maaren ist es nicht erlaubt zu tauchen. Leider sind in den Maaren in den vergangenen Jahren zu oft Unfälle passiert – zum Teil sogar mit Todesfolge. Infolgedessen wurde ein Tauchverbot in den Vulkanmaaren erlassen.

Das erste Tauch-Paradies ist der Blausteinsee bei Eschweiler im Indeland – auch wenn die Region streng genommen nicht mehr so ganz zur Eifel gehört. Aber Tauchfreunde können sich hier dafür auf Sichtweiten bis zu zehn Metern und Tiefen bis zu 40 Metern freuen. Dazu findet man im See für Taucher einige Highlights, wie ein voll aufgetakeltes Segelboot. In unterschiedlichen Tiefen sind Plattformen festgemacht, die bei Ausbildungstauchgängen auch gerne als Stopp genutzt werden. Die Tauchflaschen kann man sich bequem vor Ort auffüllen lassen und für den Einstieg findet man eine extra Plattform. Da der See auch von anderen Wassersportlern genutzt wird, wurde eine extra Tauchzone festgesetzt, die mit entsprechenden Bojen markiert wurde.

Natürlich gehört auch der Rursee zu einem der beliebtesten Tauchspots in der Eifel. Der Rursee ist Ausbildungsgewässer im Tauchsportverband NRW. Wer schon tauche kann, benötigt eine Mitgliedschaft beim VDST/CMAS – oder der eigene Tauchverein ist dort angeschlossen.  Die Sicht ist für ein deutsches Gewässer sehr gut. Sobald man die ersten zehn Meter in die Tiefe hinter sich gebracht hast, kann man sich auf Sichtweiten von mindestens fünf Metern freuen. Im Flachwasser liegen sie bei mindestens vier Metern. Innerhalb dieser Entfernungen schweben Barsche, Zander, Karpfen und Hechte an einem vorüber. Am Rursee direkt findet man keine Tauchbasis. Es werden immer wieder gemeinsam organisierte Tauchgänge durchgeführt, denen man sich anschließen kann.

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In der Nähe von Blankenheim liegt der Freilinger See, der auch für Taucher freigegeben ist. Die Sichtverhältnisse sind nicht zu vergleichen mit denen des Rursees oder des Blausteinsees und man braucht eine Genehmigung von der Stadt. Im belgischen Teil der Eifel kann man in die Esch-sur-Sûre-Talsperre abtauchen. Die Sicht ist auch hier zwar nicht überwältigend, aber noch so gut, dass der Tauchgang vergnüglich wird. Falls man Gerüchte von einem überfluteten Dorf in der Esch-sur-Sûre-Talsperre hört – man sollte sie nicht glauben. Ja, es gibt ein paar Brückenteile, die überschwemmt wurden, aber das war es auch schon.

Segeln in der Eifel ist schon etwas Besonderes.
Zu einem der bekanntesten Segelreviere gehören zweifelsohne der Rursee. Nicht nur, dass er sich nahezu mäanderförmig in den Nationalpark Eifel einbettet, er bringt auch fast paradiesische Verhältnisse mit. Das Paradies beginnt schon damit, dass auf dem See ein Motorverbot herrscht. Das bedeutet, dass schon ein paar Meter vom Ufer entfernt eine entspannte Ruhe einkehrt. Allein das macht ihn schon zu etwas Außergewöhnlichem. Doch auch als Segelrevier ist er Top. Die vielen Buchten und Berge, die den Rursee säumen, sorgen dafür, dass der Wind immer wieder in eine andere Richtung abgelenkt wird. Ein entspannter Segeltörn bringt für einen Skipper auf diesem See besondere Ansprüche mit. Zum Beispiel ist es nicht selten, das trotz einer Windstärke 3 mit starken Böen zu rechnen ist.

Rund um den See gibt es verschiedene Vereine, bei denen man Mitglied werden kann, um dann in aller Ruhe auf dem Wasser zu treiben. Wer nicht erst Vereinsmitglied werden will, der findet rund um den See natürlich verschiedene Liegeplätze, um sein Boot anzudocken und einen entspannten Segeltörn zu starten. Einmal im Jahr findet auf dem Rursee auch eine Regatta statt: das „Blaue Band“.

Ein weiteres bekanntes Segelrevier ist der Laacher See. Dieser See bildet das Auge eines Vulkans und ist ein mit Wasser gefüllter Kessel. Genau wie auf de Rursee sind auch hier keine Motorboote erlaubt; also kann man sich auch hier auf viel Ruhe freuen. Und noch etwas sorgt dafür, dass dieser See zu den entspannten Segelplätzen gehört: Die Anzahl der Boote, die gleichzeitig den See nutzen dürfen, ist begrenzt. Um Auslaufen zu dürfen, muss man sich zuerst auf dem Campingplatz oder beim Segelverein einen Wimpel besorgen. Der Grund hierfür liegt in Naturschutzbestimmungen, die für den See gelten. Der Laacher See bringt aufgrund der Tallage relativ gut vorhersehbare Windverhältnisse mit.

Windsurfen auf dem Vulkan – das geht nur in der Eifel!
Zum Beispiel auf dem Schalkenmehrener Maar . Zwar ist er vornehmlich ein Badesee, doch ist Surfen hier erlaubt. Weit aufregender allerdings wird es wohl auf dem Laacher See zugehen, der sich ebenfalls im Krater eines Vulkans gebildet hat. Für Surfer ist nur vom Campinglatz aus Zugang zum Wasser. Bevor man auf sein Board steigt, muss man sich dort anmelden und bekommst einen Wimpel für drei Stunden als registrierter Surfer. Das Gute ist, dass man nach dem Surftrip die sanitären Anlagen des Campinglatzes nutzen kann. Auf dem Laacher See kann man Glück haben und bei entsprechender Windrichtung aus Süd- Südwest ein konstantes Lüftchen erwarten, dass sogar hin und wieder einen Sprung möglich macht.

Auch der Rursee ist für Windsurfer eine Herausforderung. Durch seine Lage inmitten einer steigenden Hügellandschaft kann auch hier nicht mit konstanten Winden gerechnet werden. Dennoch macht das Surfen auf dem motorbootfreien See Spaß. Womit man beim Surfen auf dem Rursee in jedem Fall rechnen muss sind die permanent die Richtung wechselnden Winde. Wen das besonders reizt, der sollte sich die Buchten vor Schwammenauel und Woffelsbach als Einstiegsstelle aussuchen. In unmittelbarer Nähe gibt es Lagerboxen für das Equipment. Einen Surfverleih gibt es dort allerdings nicht – man brauchst also seine eigene Ausrüstung.

Das absolute Surferparadies liegt in der Voreifel bei Zülpich. Der Wassersportsee – Schauplatz des Außenbereichs der Landesgartenschau 2015 – gehört zum Naturpark Kottenforst Ville und ist dem ehemaligen Braunkohleabbau zu verdanken. Heute ist der 85 Hektar große See ein einziges Wassersport-Eldorado. Nicht umsonst wurde hier schon häufiger die deutsche Surf-Bundesliga ausgetragen und es gibt vor Ort eine Surf-Schule und auch einen Surfausrüstung-Verleih. Sicherlich sind die Windverhältnisse nicht mit denen an der Küste zu vergleichen, und doch ist es nicht ohne. Immerhin kann man hier Geschwindigkeiten bis zu 40 Km/h erwarten.

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About Viola

Ich liebe die Natur der Eifel und das Schreiben ermöglicht mir, die Eifel auf eine ganz besondere Weise kennenzulernen. Denn ich erfahre Dinge, die ich vorher nicht wusste und das inspiriert mich.

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