Ey is Aachen Eifel?

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Wo beginnt eigentlich die Eifelregion? Streng genommen in oder hinter Aachen? Endlich Eifel ist der Sache auf den Grund gegangen.

Es ist das Foto-Motiv für viele Touristen in Aachen. Mitten in der Aachener Innenstadt liegt der imposante Elisenbrunnen. Ein klassizistischer Bau von den Architekten Johann Peter Cremer und Karl Friedrich Schinkel. Hier neben der Wandelhalle, wo früher die Kurgäste  flanierten, befindet sich das Büro der Aachen Tourist Service. Die Anlaufstelle für alle, die mehr über die Stadt Aachen erfahren wollen.

Christina Crolla arbeitet hier und steht den Touristen, die die Kaiserstadt zum ersten Mal besichtigen mit Rat und Tat zur Seite. Endlich Eifel möchte von ihr wissen, ob Aachen streng genommen schon zur Eifel zählt. „Aachen zählt definitiv nicht zur Eifel“, sagt sie und lacht. „Bevor Sie sich aber von Aachen in die Eifel aufmachen, gibt es einige Sehenswürdigkeiten in der Stadt, die ich ihnen unbedingt ans Herz lege“, meint die Expertin. Da sind wir mal nicht so…

An erster Stelle steht der Dom. Das bedeutendste Wahrzeichen der Stadt wurde übrigens als erstes Gebäude in die Liste des Unesco-Weltkulturerbes aufgenommen, was 2018 mit einem Fest in Aachen groß gefeiert wird. Kaiser Karl der Große beauftragte den Bau bereits im achten Jahrhundert nach Christus und die heutige Kirche besteht aus vielen unterschiedlichen Teilbauten, die in unterschiedlichen Epochen erstellt wurden. Auch das historische Aachener Rathaus aus dem 14. Jahrhundert sollten sich Besucher nicht entgehen lassen.

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„Aber ich empfehle Besuchern sich einfach durch die Altstadt treiben zu lassen und dann einen Blick ins Studentenviertel über den Marktplatz zu werfen“, so Tourismus-Expertin Crolla. 56.000 Studierende hat die Stadt mittlerweile vorzuweisen. „Um mehr über die Stadtgeschichte zu erfahren, rate ich Interessierten in das neue Stadtmuseum Museum ‚Centre Charlemagne zu gehen“, rät Crolla. Zudem finden von April bis Dezember täglich Stadtführungen durch Aachen statt.

Beliebtes Souvenir sind die legendären Aachener Printen. „An denen kommt man in Aachen natürlich nicht vorbei. Die muss man einfach probieren“, sagt Crolla. Das harte Gebäck ist weltbekannt und besteht aus Mehl, Honig, Zucker und allerhand Gewürzen. Viele Aachener Bäcker hüten die Original-Rezepte wie Juwelen.

Und woran erkennt man den Aachener Bürgern nun an, dass nicht doch ein bisschen Eifel in ihnen steckt? „Der gemeine Aachener versteht den Eifler einfach nicht mehr, wenn Platt gesprochen wird“, ist sich Christina Crolla sicher und lacht.

Zum Gebiet der  „Voreifel“ zählen für viele Einheimische bereits die Städte Stolberg, Eschweiler und Düren. Viele Einwohner bezeichnen die Gemeinde Roetgen, die zur Städteregion Aachen zählt, als sogenanntes „Tor zur Eifel“.

Doch für viele Tourismus-Experten liegt das Grenzgebiet von Aachen-Stadt zur Eifelregion genau am eigentlichen Startpunkt des Wanderweges mit dem Namen „Eifelsteig“. Und der befindet sich direkt in der historischen Ortschaft Kornelimünster rund elf Kilometer von der Aachener Innenstadt entfernt. Genau hier, sozusagen am „Kilometer Null“,  befindet sich zum Beispiel das Café Münsterländchen. Hier geht es für Wanderer, Radfahrer und Läufer los, wenn sie den 313 Kilometer langen Eifelsteig beginnen wollen.

In der Altstadt von Kornelimünster. Foto: Aachen Tourist Service GmbH

Das Praktische: alles Wissenswerte rund um den Wanderweg durch das Hohe Venn und den Nationalpark Eifel gibt es direkt im Café. Zu den Spezialitäten zählen also hier nicht nur die belegten Baguettes, sondern auch direkte Insider-Tipps vom Personal. „Wir  sind ein offizieller Info-Punkt des Wanderweges und halten genug Material bereit“, erklärt Tina Göbel, stellvertretende Café-Chefin. „Besucher können sich bei uns Wander- und Pilgerstempel abholen, aber auch vieles über den gesamten Ort Kornelimünster efahren. Nebenbei kann man natürlich auch ein selbstgebackenes Stück Kuchen genießen“, empfiehlt Göbel.

„Ja, die Eifel beginnt am Eifelsteig“, ist sich auch Uschi Regh sicher, Mitarbeiterin von der Eifel Tourismus GmbH in Prüm. Aber natürlich liege der Beginn der Eifel immer im Auge des Betrachters, gibt die Fachfrau zu bedenken. „Früher vor etwa zehn Jahren wollte keiner zur Eifel gehören, weil die Eifel als relativ armes Gebiet galt“, sagt Regh. „Heute sieht es anders aus. Seit die Eifeler 2004 den Nationalpark Eifel gegründet haben, Tourismus-Projekte wie Eifelsteg oder der bekannte Vennradweg entwickelt wurden, ist es schon schick zur Eifel zu gehören“, so Regh. „Und letztendlich hat auch die Regionalmarke Eifel dazu beigetragen.“

Das Qualitätslogo, das bereits 2004 entstand, kennzeichnet Betriebe oder Produkte die regional aus der Eifel kommen. „Ich bin sicher“, sagt Regh, „dass Einwohner in Stolberg sich mittlerweile schon der Eifel zugehörig fühlen.“ So sind letztendlich alle ein Stück Eifel, die von der Stadt Aachen mit dazugehören möchten.

Fotos: Aachen Tourist Service GmbH

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About Sabine

Endlich Eifel bedeutet für mich der Umzug von der Stadt in ein historisches Bauernhaus nach Monschau-Kalterherberg. In der Eifel begeistern mich die hilfsbereiten und liebenswerten Menschen, die einen vom Hohen Venn bis in die belgischen Ardennen begleiten.

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