Eifelbrennerei: Edles Eifel Obst von Hand gebrannt – Familientradition seit 1806

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In waldreicher Umgebung, am Rand des Naturparks Südeifel zwischen Bitburg und Echternach befindet sich die Gemeinde Wolsfeld. Erstmals im Jahr 799 urkundlich erwähnt, gehörte der Ort seit dem 10. Jahrhundert bis 1815 zum Herzogtum Luxemburg. Heute leben in diesem Eifeldorf im Bitburger Land rund 1.000 Einwohner. Einer davon ist Bernhard Zender, der in siebter Generation den Familienbetrieb der Eifelbrennerei unterhält. In Kombination von alter Tradition, jahrelanger Erfahrung, präziser Handarbeit und modernster Technik werden hier aus handverlesenen Früchten edle Obstbrände aus der Eifel.

Eine Lizenz zum Brennen seit 1806. (Foto: Eifelbrennerei Bernhard Zender)

Eine Urkunde in französischer Sprache vom 8. September des Jahres 1806 aus Metz erteilt die Erlaubnis zum Brennen von Äpfeln und Birnen an Gregore Ewerhardt in Wolsfeld. Inzwischen brennt sein Nachfahre Bernhard Zender in siebter Generation, denn das Brennrecht wird traditionell weitervererbt. Direkt gegenüber der 1923 erbauten kleinen Wolsfelder Kapelle liegt der ehemalige Bauernhof der Eifelbrennerei.

Das alte Hofgebäude blickt auf eine ähnlich lange Geschichte zurück, auf dem Wegekreuz in unmittelbarer Nähe ist die Jahreszahl 1619 zu erkennen. Hier ist Bernhard Zender zuhause – als gelernter Landwirt wurde ihm auch das Brennereiwesen vom Vater in die Wiege gelegt. Und die 8. und 9. Generation der Zenders steht schon bereit, um die Eifelbrennerei weiter zu führen. Zur Fortsetzung dieser Tradition gehört mehr Idealismus als profitorientierter Geschäftssinn. Nur reife und sauber Früchte werden zu hochwertigen Edelbränden verarbeitet – die Mengen sind natürlich begrenzt und die Produktion ist nachhaltig. Bereits um 1800 gab es eine erste Brennerei in der Eifel, um Verwertung des Obstes zu sichern, welches nicht gegessen oder zu Saft verarbeitet wurde.

Äpfel, Birnen, Zwetschgen, Schlehen, Himbeeren, Kirschen, Mirabellen – alle Früchte stammen aus der Eifel. (Foto: Eifelbrennerei Bernhard Zender)

Vollreif muss das Obst sein und auch den hohen Ansprüchen an Geschmack und Aroma entsprechen. Verarbeitet werden Äpfel, Birnen, Zwetschgen, Schlehen, Himbeeren, Kirschen und Mirabellen. Alle Früchte stammen aus der Eifel und unterliegen strengen Auswahl- und Qualitätskontrollen. Mit einer über 200-jährigen Erfahrung entstehen einzigartige Obstbrände, die den regelmäßigen Kontrollen durch Experten standhalten. Die absolute geschmackliche Reinheit ist garantiert und zahlreiche Auszeichnungen können sich sehen lassen.

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Geistreich genießen

Die Region der Südeifel blickt auf eine lange Tradition im Obstbrennen. Viele kleine Brennereien veredeln ihre reichen Obsternten zu geistreichen Genüssen. Die 42 prozentigen Brände aus der Eifelbrennerei Zender werden unter der Marke Eifel Premium Edelbrände angeboten. Dieser Zusammenschluss von kleinen Kleinbrennern zu einer Gemeinschaft mit Blick auf hohe Qualitätsstandards produziert erlesene Spezialitäten aus der Eifel. Jedes Produkt wird einer ausgiebigen analytischen und sensorischen Prüfung unterzogen. Die geschmackliche Reinheit steht dabei im Vordergrund: Farbe, Klarheit, Geruch und Geschmack sind Kriterien der Untersuchungen.

Reinster Genuss: Wer sich für die Marke „Eifel“ entscheidet, darf etwas Besonderes erwarten! (Foto: Eifelbrennerei Bernhard Zender)

Eifel Dry Gin

Aber Bernhard Zender wäre kein typischer Eifelaner, wenn er nicht weiter tüfteln würde. Er arbeitete über zwei Jahre in seiner hauseigenen Brennküche, um ein geheimes Rezept für sein Gin-Unikat genau nach seinen Vorstellungen zu entwickeln. „Der Gin hat es mir angetan“, bestätigt Zender. Ein Urlaub in Südengland, in dem er sogar (fast) der Queen die Hand geschüttelt hat, lieferte die Inspiration. Tag und Nacht arbeitete der Brennmeister an seiner Vision. Immer wieder änderte er das Rezept, um die perfekte Zusammensetzung der Aromen zu testen. Schließlich nahm er regionaltypischen Holunder, versetzte ihn mit destillierten Wacholderbeeren und etwas Koriander und kreierte den erfrischend würzigen Gin BERNHARDS 1806.

Die geheime Rezeptur ist wie die Komposition eines Musikstücks. (Foto: Eifelbrennerei Bernhard Zender)

Das genaue Rezept bleibt natürlich ein Geheimnis, doch ein Blick über die Schulter des Brennmeister gibt ein paar Details preis. Die Zusatzstoffe, die sogenannten Botanicals, Wacholder, Kardamom und Koriander werden zunächst in neutralem Alkohol mazeriert. Der Vorgang sprengt die Zellen der Zutaten, das Aroma strömt so schonend in den Alkohol. Dann folgt ein aromaschonender Brennvorgang bei niedrigen Temperaturen für mehr als vier Stunden.

„Wie in der Komposition eines Musikstücks müssen die Töne und Aromen zueinander finden“, beschreibt Zender seine Kreation. Das Rohdestillat ist zunächst ein 80 prozentiger Alkohol, der nun in Edelstahltanks kühl und dunkel für ein halbes Jahr lagert. Anschließend schmeckt er das Destillat mit einem besonderen Quellwasser ab und setzt es so auf Trinkstärke herunter. Auch dieser Vorgang erfolgt langsam und behutsam bei vorsichtig auf 2 bis 3 Grad herunter gekühlten Temperaturen. „Die schonende Filtration ist wie eine Vermählung von Wasser und Destillat“, schwärmt Zender, „so kommen die Aromen und der besondere Geschmack bis ins Glas“.

Ein wirklich ganz besonderer Gin. (Foto: Eifelbrennerei Bernhard Zender)

Brennmeister Zender kreiert weiter neue Erzeugnisse seiner Eifelbrennerei und verlässt sich dabei nicht nur auf seinen eigenen Geschmack. In kleinsten Mengen stellt er gerade 71 prozentigen Absinth her – ein absolutes Liebhaberprodukt. Doch ausgerechnet sein Gin ist etwas ganz Besonderes, quasi eine Passion – es gibt ihn nur in sehr kleinen Chargen von bis zu 200 Flaschen pro Batch. Von Hand in halben Litern abgefüllt, mit einem Band aus Büffelleder, erhält jede einzelne Flasche eine Nummer und die Unterschrift von Bernhard Zender.

Von herb-bitteren Aromen über leichte Zitrustöne bis hin zur süßlichen Honignote geht der Geschmack dieser Spirituose. Genießen kann man den Gin pur oder als Longdrink – zum Beispiel auch nach einem Spaziergang durch die urtypischen Holunderblütenhaine der Eifel.

Eifelbrennerei Bernhard Zender | Hubertusstraße 1 | 54636 Wolsfeld | Telefon 06568 498 | Öffnungszeiten: MO bis SA nach telefonischer Absprache (Verkostungen im hauseigenen Gewölbekeller sind nur auf Anfrage möglich)

 

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About Jeannette

Vor den Toren meiner rheinischen Heimatstadt liegt die Eifel. Die nahe Mittelgebirgsregion ist häufig Ausflugsziel und Zufluchtsort zugleich. Vielfältige landschaftliche und kulturelle Reize begeistern mich ebenso wie die lebendige Geschichte und die regionalen Spezialitäten. Bei Wanderungen in der abwechslungsreichen Natur sammle ich als Stadtmensch kreative Energie für neue Projekte.