Digitale Schnitzeljagd in der Eifel: Geocaching

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Endlich ist es so weit! Der Frühling ist da, die Sonne lächelt durch die Wolken und das Mobiltelefon ist aufgeladen. Jetzt heißt es wieder: auf zur digitalen Schnitzeljagd durch die Eifel. Geocaching ist das Stichwort. Dieses Spiel treibt Alt und Jung, Single und Familien, Gruppen und Alleinentdecker raus in die Natur. Tatendrang, Begeisterung und Entdeckerlust spiegeln sich auf den Gesichtern der Schnitzeljäger und Schatzsucherinnen. Doch was hat es mit dem Spiel tatsächlich auf sich?

Was ist Geocaching?

Die Suche ist digital, der Schatz ganz real. (Foto: fotolia)

Bei der digitalen Schnitzeljagd geht es darum, anhand von Koordinaten und einem GPS-Sender kleine, in der Landschaft oder in Städten versteckte Schatzkästchen zu finden. Diese sind durch andere, beliebige Mitspieler dort versteckt und im Geocaching-Programm gekennzeichnet worden. In den Kästchen ist mindestens ein Logbuch enthalten, oft haben sie aber auch noch einen kleinen Schatz, den die Finder im Austausch gegen einen anderen, gleichwertigen Schatz mitnehmen können.

Die Anfänge des Geocachings reichen bis ins Jahr 1854 zurück, damals bekannt unter dem Namen Letterboxing. In jener Zeit wurde noch ohne GPS das Versteck gesucht und meist gefunden. Als Hilfsmittel dienten ausschließlich ein Kompass sowie ein paar Hinweise. 1990 wurde neben dem Kompass auch das GPS-Signal eingeführt, das dann im Jahr 2000 dazu beitrug, eine moderne Form der Schnitzeljagd ins Leben zu rufen: das Geocaching.

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Die Idee hinter dem Spiel ist nicht nur, am Ende einen Schatz in den Händen zu halten, sondern auch seine Umgebung besser kennenzulernen. Durch das Geocaching werden die Spieler an Plätze oder zu Gebäuden geführt, die sie sonst vielleicht übersehen hätten. Bei manchen Variationen gilt es zudem, Rätsel zu lösen oder Aufgaben zu bewältigen. Manchmal wird durch die gestellte Aufgabe die Umgebung noch mehr erforscht oder in die Geschichte eines Ortes eingetaucht. Mitspielen kann jeder, sowohl als Suchender als auch als Schatzverstecker. Alles, was es dazu braucht, ist ein GPS-Gerät oder ein Handy sowie einen Zugang zu den hinterlegten Daten, zum Beispiel auf er Internetseite von Geocaching.

Darauf ist beim Geocaching in der Eifel zu achten

Laut Wikipedia liegen mit 56.000 die meisten Schätze Deutschlands derzeit in Nordrhein-Westfalen verborgen. Dennoch ist jeder herzlich eingeladen, weitere Schätze in der Eifel zu verstecken. Allerdings bitte mit Rücksichtname auf die Natur und die Lebensräume der Tiere.

Es ist ausdrücklich verboten, die Schätze im Boden zu vergraben oder in Höhlen, Nestern und Bäumen zu verstecken. Außerdem müssen alle Verstecke am Wegesrand liegen und es ist nur entlang von gekennzeichneten Wander-, Reit- oder Radwegen erlaubt, die Schätze zu verstecken. Falls Besucherzentren oder Aussichtstürme als Versteck dienen, bitte keine Veränderung an der Anlage vornehmen. Um die Tiere während der Nachtruhe nicht durch Licht und Lärm zu stören, ist es in der Eifel auch nicht gestattet, nach Einbruch der Dunkelheit auf Schatzsuche zu gehen.

Als Behälter eignen sich verschließbare Plastikdosen oder ähnliches, schwer verrottbares Material. Da manche Schätze, bevor sie gefunden werden, lange in der Natur liegen und Witterungseinflüssen ausgesetzt sind, ist es wichtig, dass weder der Inhalt noch die Dose Schaden nehmen.

Jetzt aber los: Schatzsuche in der Eifel

Moderne Schatzsuche. (Foto: fotolia)

Wer das Spiel nicht auf dem Mobiltelefon installiert hat, kann sich die Punkte auch im Internet raussuchen und notieren. Verschiedene Anbieter verleihen in der Eifel GPS-Geräte für digitale Schnitzeljäger.

Der Vorteil beim Spiel mit dem Mobiltelefon liegt darin, dass der Suchende immer auf die Zusatzinformationen Zugriff hat und nach der erfolgreichen Bergung des Schatzes, den Fund im Internet dokumentiert kann. Allerdings macht es mehrfach Freude, sich zusätzlich in das im Schatzkästchen befindliche Logbuch einzutragen. Es ist also ratsam, immer einen Stift dabei zu haben.

Für Kinder wird sogar eine organisierte Schatzsuche von Eifel Natur Reisen angeboten. Dabei gehen die Kids nicht einfach nur mit ihrem GPS-Gerät los und finden den Schatz, sondern müssen zusätzlich noch Rätsel und Aufgaben lösen. Nur so erhalten sie schließlich die Koordinaten, die zum Ziel führen. Die Wegstrecke, die von den jungen Schatzsuchern zurückgelegt wird, ist etwa 5 Kilometer lang, doch am Ende der Suche erwartet die Kinder eine kleine Kostbarkeit.

Na, auch Lust auf eine Schatzsuche? Dann nichts wie die Koordinaten raussuchen und los! Aber Achtung! Stift und Tauschschatz nicht vergessen!

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About Viola

Ich liebe die Natur der Eifel und das Schreiben ermöglicht mir, die Eifel auf eine ganz besondere Weise kennenzulernen. Denn ich erfahre Dinge, die ich vorher nicht wusste und das inspiriert mich.

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