Budenzauber in Monschau: Lichtermeer und Weihnachtsidylle in der Eifel

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Wenn die ersten Schneeflocken fallen, lohnt ein Besuch in der historischen Altstadt von Monschau. Das idyllische Eifelstädtchen in der Nähe der belgischen Grenze putzt sich zur Weihnachtszeit besonders schön heraus. Der Weihnachtsmarkt in der Innenstadt hat an allen Adventswochenenden geöffnet.

Wenn man mitten in der Innenstadt steht, erinnern die umliegenden Berghänge beinahe an die Alpen. Sie täuscht ein wenig, die Stadt Monschau. Vor allem dann, wenn der erste Schnee gefallen ist und die weiße Pracht unter den Schuhen knirscht. Dazu noch ein paar Alphornklänge und man ist gefühlt in den Bergen…

Lichtermeer und vorweihnachtliche Stimmung in Monschau. (Foto: Monschau Touristik)

Dabei liegt die kleine Stadt mitten im Rurtal des Naturparks Eifel, etwa eine Stunde von Aachen entfernt. Dort wo früher Tuchmacher ihre Stoffe in der Rur einfärbten, findet man heute zur Weihnachtszeit handgemachte Seife, Schmuck aus altem Silberbesteck und den klassischen Wollschal. Wer noch auf der Suche nach einem individuellen Geschenk ist, kann sich ins Lichtermeer der 30.000 LED-Lampen stürzen. Sie sorgen in diesem Jahr für die Ausleuchtung der historischen Fachwerkhäuser und 44 Holzbuden auf dem Markt. Einen weiteren Lichtblick im wahrsten Sinne des Wortes bietet auf dem Markt das alte Tuchmachergebäude „Haus Troistorff“. Der Kunst- und Kulturverein verwandelt die Fenster des Gebäudes in einen riesigen Adventskalender. Jedes Fenster wird eigens dafür mit Glaskunst verziert und erstrahlt abends als „Advents-Türchen“.

Insgesamt ist die Außenfläche des Weihnachtsmarkts in der Innenstadt in diesem Jahr noch größer als die Jahre zuvor. Auf dem Gerberplatz in der Stadtstraße bieten zusätzliche Händler ihre Waren. „Kunsthandwerker zeigen ihre Artikel erstmal in einem neuen Indoor-Bereich im Aukloster“, erzählt Barbara Frohnhoff, Geschäftsstellenleiterin der Monschau Touristik. „Weitere Indoor-Stände sind in der Markthalle an der Rurbrücke zu finden.“ Natürlich öffnet auch der Einzelhandel seine Geschäfte. Wer italienische Krippen oder altdeutschen Christbaumschmuck wie bei Oma sucht, sollte auf drei Etagen im Weihnachtshaus stöbern gehen. Süße Spezialitäten wie die „Venn Brocken“-Praline finden sich im Café Kaulard. Die Praline erinnert in seiner Form an den alten Torf-Brennstoff aus dem Hochmoor Venn und ist wahlweise mit Marzipan, Sahne-Cointreau-Trüffel, oder Knusper-Nougat gefüllt. Wer es lieber herzhaft mag, sollte eine Senf-Verkostung in der historischen Senfmühle am Rande der Altstadt machen. 22 Sorten können dort im Lädchen probiert werden. Regelmäßige Führungen durch die beeindruckende Senf-Produktion sind auch möglich. Die „scharfe Schmiere“ aus Monschau ist bei Feinschmeckern übrigens weltberühmt. Honig-Mohn-Senf ist nebenbei der Favorit vieler Besucher und schmeckt besonders lecker zu Käse.

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Geheimtipp der Monschauer

Eine andere kulinarische Rast auf dem Monschauer Weihnachtsmarkt führt nach Frankreich. Denn wer sich die Finger an einem würzigen Glühwein wärmen möchte, sollte den Stand der französischen Winzer aus Monschaus Partnerstadt Bourg-Saint-Andéol aufsuchen. Der Glühwein gilt unter Einheimischen als absoluter Geheimtipp. „Der Wein wird frisch vor Ort von den Winzern mit seinen typischen Gewürzen zubereitet“, schwärmt Barbara Frohnhoff. „Dazu wird Flammlachs gereicht.“

Natürlich gibt es an den zahlreichen Buden auch belgische Fritten, die wahrscheinlich besser bei Kindern ankommen. Für die Kleinen wird auch Programm geboten: An den Freitagen gibt es für die Kleinen Kinderunterhaltung an der Aukirche. Dort wird um 17 Uhr das Märchen „Frau Holle“ gespielt. Zusätzlich kommt der Nikolaus an den Samstagen um 15 Uhr mit seinem großen Geschenkesack.

Für die richtige Stimmung während des Bummelns und Schlemmens sorgt natürlich nicht nur Musik vom Tonband, sondern auch Live-Musik. Freitagabend nach 19 Uhr spielen die „Eifeler Alphornissen“ mit ihren Alphörnern. Weihnachtsklassik bietet eine Blasmusikkapelle jeden Samstag und Sonntag ab 18 Uhr in der Innenstadt.

Weihnachtsidylle auf dem Monschauer Weihnachtsmarkt. (Foto: Monschau Touristik)

Schnee von gestern

Wer vom Konsum genug hat, kann abseits der Buden kostenlos am Rande der Innenstadt das Kunst- und Kulturzentrum (KuK) in Monschau besuchen. „Schnee von gestern“ heißt die letzte Ausstellung für dieses Jahr. Zwei Berliner Künstler zeigen in Form von Filmen oder Installationen was rauscht und echter Schnee von gestern ist. Ein Raum ist beispielsweise als spießiges Fernsehwohnzimmer mit Flimmerkiste gestaltet.

Geöffnet ist der Monschauer Weihnachtsmarkt immer freitags und samstags von 11 bis 21 Uhr, sonntags von 11 bis 20 Uhr. Park und Ride-Möglichkeiten gibt es ab den Ortsteilen Imgenbroich, Höfen oder am Stadtrand von Monschau. Mehr über Monschau gibt es auch hier.

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About Sabine

Endlich Eifel bedeutet für mich der Umzug von der Stadt in ein historisches Bauernhaus nach Monschau-Kalterherberg. In der Eifel begeistern mich die hilfsbereiten und liebenswerten Menschen, die einen vom Hohen Venn bis in die belgischen Ardennen begleiten.

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