Benediktiner Kloster Maria Laach

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Benediktiner Kloster Maria Laach – Ist ein Kloster einfach nur ein Gebäude? Oder ein Platz an dem sich Nonnen und Mönche Treffen? Oder ist ein Kloster mehr? Hier erfahrt ihr es.

Kloster Maria Laach

Kloster Maria Laach

Wer Kloster hört, hat in der Regel gleich ein Bild von Nonnen oder Mönchen im Kopf. Oder aber einen Ort der Stille und Einkehr. Und für einige ist eine Klosteranlage nur ein kulturhistorisches Gebäude, dass eine aufregende Geschichte zu erzählen hat. Doch wie wäre es, in einem Kloster einen Ort des Lebens zu sehen? Endlicheifel.de sieht das Benediktinerkloster Maria Laach als genau so einen Ort. Als einen Ort, an dem Menschen zusammenkommen, um die Lebendigkeit des Seins auf ihre jeweilig eigene Art zu erfahren.

Die Anlage selbst 

Die Lage am See ist ursprünglich gewählt worden, um eine ausreichende Frischwasserversorgung zu gewährleisten. Diesem Umstand ist heute ein wunderschöner Anblick auf die klösterliche Anlage zu verdanken. Idyllisch hebt sie sich aus dem Wasser empor und ist bereits von Weitem über den Laacher See zu erkennen.

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Die hochmittelalterliche Klosteranlage liegt etwa vier Kilometer von Mendig in der Eifel. Sie wurde 1093 der Gemahlin des ersten Pfalzgrafen bei Rhein, Heinrich II. von Laach versprochen und errichtet. Insgesamt hat die Pfeilerbasilika sechs Kirchtürme und wird außerdem durch einen prachtvollen Westeingang geziert – auch genannt das Paradies. Der restaurierte Kreuzgang aus dem 13. Jahrhundert stellt ein weiteres architektonisches Highlight des Klosters dar.

Mit den ersten Mönchen im Kloster in Maria Laach begann vor über 900 Jahren die Geschichte des Lebens, die immerhin über 700 Jahre anhielt. In dieser Zeit kamen und gingen Äbte, Gärten wurden angelegt und eine kostbare Bibliothek aufgebaut.

Zwar wurde im Jahr 1802 das Kloster durch die Säkularisation Napoleons aufgehoben, doch das Gebäude blieb bestehen und wanderte anschließend durch verscheidende Hände. Heute lebt wieder ein kleiner Benediktinerorden in dem göttlichen Anwesen und füllt es mit Leben.

Der Kloster als Ort des Lebens 

Doch was das Kloster zu einem lebendigen Ort macht, sind nicht die Titel, die in ihm wohnen. Nicht die Bezeichnung Abt und Mönch hauchen dem Kloster Leben ein, sondern die Menschen, die diese Bezeichnungen tragen und dafür sorgen, dass das Kloster zu einem Fleckchen voller Leben wird.

Heute ist das Benediktinerkloster in Maria Laach ein Ort, an dem sowohl die Glaubensmänner leben und arbeiten, als auch wirtschaftliche Betriebe, wie die Klostergärtnerei oder die Keramikmanufaktur angesiedelt sind. Beides zusammen lässt das Kloster lebendig werden und öffnet seine Tore für jeden – unabhängig davon, ob bei einem Besuch Gott im Vordergrund steht oder der Kauf von Biogemüse aus dem kleinen, klösterlichen Hofladen.

Wer ein paar Tage länger die Stille des Lebens hören möchte, kann auch direkt im Gastflügel St. Gilbert unterkommen. Der entschleunigte Tagesablauf und die innere Ruhe des Ortes tragen sicherlich dazu bei, wieder frische Lebensenergien zu tanken.

Bootsanleger am Laacher See

Bootsanleger am Laacher See

Es werden auch verschiedene Veranstaltungen im Kloster angeboten. Vom Töpferkurs über eine Führung durch die Klosterbibliothek bis hin zu Reiki Seminaren. Manche Veranstaltungen beinhalten eine Nacht im Kloster, andere sind nur eintägig.

Die ruhige Lebendigkeit des Klosters lässt sich auch vom Seehotel Maria Laach aus spüren. Das 4-Sternehotel bietet einen wundervollen Blick auf das Kloster, ohne selbst ein Teil davon zu sein. Von dort aus kann das Kloster besucht werden, um an den dort angebotenen Gottesdiensten teilzunehmen, oder einen Rundgang durch die über 9 Jahrhunderte alte Klosteranlage zu machen.

Das Kloster und die Eifel

Das Kloster in Maria Laach ist also ein Ort der Zusammenkunft. Sicher auch der Stille und Besinnlichkeit – doch auch ein Ort, an dem Menschen begegnen. In der Schönheit der Natur sind diese Begegnungen wahrscheinlich besonders intensiv, denn sie nicht geprägt von der lauten Hektik des städtischen Alltags.

Die üppige Vulkanlandschaft der Eifel ist ebenfalls ein Treffpunkt des Lebens. Die unterschiedlichen Tier- und Pflanzenarten, die sich dort begegnen, drücken Lebendigkeit und Vielfalt aus. Auf den gut ausgebauten Wanderwegen oder mit dem Boot lässt sich die Artenvielfalt des Lebens besonders gut erfahren.

Das hat vielleicht schon Heinrich II. von Laach damals gespürt, als er seiner Gemahlin das Kloster errichten ließ. Möglicherweise wollte er einen Ort erschaffen, an dem die Menschen auf die Lebendigkeit in sich selbst stoßen, sich selbst begegnen und sich dadurch wirklich öffnen. Ob sie sich Gott öffnen oder einfach dem Gegenüber spielt dabei wohl kaum eine Rolle. Wahrscheinlich öffnen sie sich einfach dem Leben gegenüber.

Und hier noch ein Buch zum Thema:
Orden und Klöster: 2000 Jahre christliche Kunst und Kultur

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About Viola

Ich liebe die Natur der Eifel und das Schreiben ermöglicht mir, die Eifel auf eine ganz besondere Weise kennenzulernen. Denn ich erfahre Dinge, die ich vorher nicht wusste und das inspiriert mich.

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