Schon die Römer liebten die Eifel

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Bereits die alten Römer wussten die Vorzüge der Eifel zu schätzen. Das durch den Vulkanismus fruchtbare Land, die Wasserquellen und natürlich die Landschaft. Im Zuge der römischen Ausbreitung war also die Eifel nicht nur ein Landstrich unter vielen, der eingenommen wurde, sondern brachte für die Römer zugleich einen unschätzbaren Nutzen mit. Als im Jahr 54 vor Christus Caesar die Kelten unterwarf und die Eifel unter römische Herrschaft stellte, wurde Geschichte geschrieben. Bis heute sind Überreste aus dieser antiken Zeit zu finden und prägen das Bild der Eifel.

Trier – die älteste Stadt Deutschlands

Nettersheim: Die Görresburg ist ein gallo-römischer Tempelbezirk am Rande des Urfttales Eifel mit einem Heiligtum der Matronae Aufaniae Umgangstempel MatronenheiligtumTrier war zur Zeit der Römer eine einflussreiche Stadt. Sie hatte mehr Einfluss als Köln, das zu der Zeit noch nicht mal als Stadt anerkannt war, sondern noch unter Siedlung lief. Die Siedlung Trier hingegen wurde von den Römern eingenommen und zur Stadt erhoben. Zahlreiche Bauwerke erzählen noch heute die eindrucksvolle Geschichte der Herrschaft des Römischen Reichs in Trier. Zu ihnen gehören das Amphitheater, die Kaiserthermen, die Römerbrücke oder die Porta Nigra. All diese Bauten sind eindrucksvoll und erzählen von einer stolzen, machtvollen Epoche, die schon über 2000 Jahre in der Vergangenheit liegt.

Der Römerkanal – fließend Wasser in der Großstadt

Trier80 nach Christus errichteten die Römer eine 116 kilometerlange Wasserleitung, die von Nettersheim nach Köln-Sülz verlief. Damit wurde das frische, klare Wasser aus der Eifel direkt in die wachsende antike Stadt transportiert und löste die bis dahin genutzten Quellen und Bachläufe als Wasserversorgung ab.

Heute verläuft entlang des Römerkanals ein Wanderweg, auf dessen Strecke allerlei Sehenswertes liegt, das mit dem Kanal in Zusammenhang steht. Zum Beispiel die Brunnenstube am Grünen Pütz, die eine der Quellwasserfassungen der Eifelwasserleitung war.

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Zusammen mit der schönen Natur ist auf diesem Wanderweg ein Ausflug in die Zeit der Römer möglich. Die Hinterlassenschaften des Römerkanals lassen erahnen, zu welchen baulichen Höchstleistungen die Menschen bereits in der Antike imstande waren.

Die Villa mit dem gewissen Extra

Auch die Villa Sarabodis in Gerolstein lässt Rückschlüsse auf die bauwerklichen Fähigkeiten der Römer schließen. Denn in ihrem Fundament wurde ein Hypokaustum entdeckt – eine antike Fußbodenheizung. Die Überreste der Villa selbst wurden erst im Jahr 1907 während der Bauarbeiten zur Erlöserkirche entdeckt.

Heute gehört die Villa Sarabodis zum Römisch-Germanischen Museum, in dem noch weitere Funde der alten Tage ausgestellt sind.

Damit ist die Eifel nicht nur eine Region voller Naturwunder, sondern auch ein wichtiger Ort kulturhistorischer Überlieferungen.

mm
Ich liebe die Natur der Eifel und das Schreiben ermöglicht mir, die Eifel auf eine ganz besondere Weise kennenzulernen. Denn ich erfahre Dinge, die ich vorher nicht wusste und das inspiriert mich.

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