Ist Köln das bekannteste Exil des Eifelers?

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Wohin zieht es den Eifeler eigentlich, wenn er gerade nicht in der Eifel ist? Und wieso? Und welche Rolle spielt Köln dabei? 

Wo ist der Eifeler eigentlich zu finden, wenn er gerade nicht in der Eifel ist? Also, wenn er Lust hat, auf die große, weite Welt? Wenn er den Trubel der Großstadt vermisst? Wir haben uns gefragt, wo der Eifeler am ehesten hinfährt, sollte ihm doch mal die Decke auf den Kopf fallen?

Manch einen zieht es sicherlich nach Trier. Das 115.000 Einwohner starke Städtchen hat neben einer Menge kulturhistorischer Sehenswürdigkeiten ja auch einiges zu bieten. Kunst, Kino und Kultur stehen dem lebenshungrigen Eifelaner dort genauso zur Verfügung, wie ein ausgedehnter Shoppingnachmittag in einer schönen Fußgängerzone.

Andere Eifelaner zieht es wohl eher nach Düsseldorf – mal ganz weg aus dem Einflussgebiet der Berge, Seen und Vulkane. Mit über einer halben Million Einwohner kann sich dieses Städtchen schon als Stadt bezeichnen. Obwohl Düsseldorf sicherlich stark unter dem Zweiten Weltkrieg gelitten hat, erfreut es sich doch über eine schöne Altstadt, die auch die „längste Theke der Welt“ genannt wird.

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Und es gibt wohl auch noch eine Menge mehr Städte, zu denen sich so manche ein Eifelaner hingezogen fühlt – manche davon liegen in der Nähe der Eifel, andere weit außerhalb dieser Region.

Doch am liebsten kommt der durchschnittliche Eifelaner nach Köln – in die Metropole des Rheinlands, ganz in der Nähe der Eifel. Mit der viertgrößten Stadt Deutschlands erwartet den Eifelaner eine Millionenstadt, die seinen gelegentlich aufkeimenden Hunger nach dem Großstadtflair stillt.

Schon von Weitem lockt der Kölner Dom, der zu einem der eindrucksvollsten Bauwerke der deutschen Kirchengeschichte zählt. Tatsächlich ist er die größte gotische Kirche in Nordeuropa und beherbergt angeblich die Reliquien der Heiligen drei Könige. Und so beeindruckend, wie der Kölner Dom ist, ist die Stadt selbst. Das Reinufer mit seiner Mischung aus eleganten Plätzen, futuristischen Bauten und einem eindrucksvollen Panorama auf die Hafenanleger versprüht nur einen Hauch der allgemeinen Weltoffenheit der Kölner und zieht nicht nur den Eifeler in seinen Bann.

Kunstgegenstände vom Mittelalter bis in das 21. Jahrhundert können in verschiedenen Museen der Stadt bestaunt werden. Das Wallraf-Richartz-Museum ist das älteste Museum der Stadt und beherbergt unter anderem Tafelmalerrein von 1300 bis 1550. Im Schokoladenmuseum läuft sogar dem Kölner das Wasser im Mund zusammen, wenn er am Schokoladenbrunnen seinen Gaumen verwöhnt und im Abenteuermuseum erfahren nicht nur Kinder eine Menge Wissenswertes über die Naturwissenschaft, sondern auch deren Eltern.

Doch nicht nur kulturelle Highlights gibt es bei einem Besuch in Köln. Im Gegenteil! Eine schier endlose Shoppingmeile schlängelt sich durch die Kölner Altstadt. Kinos, Cafés und Restaurants locken den Eifelaner genauso wie den Globetrotter aus Australien oder Kanada an.Köln ist einfach eine Weltstadt, die verspielt, offen und freudig ist. Dazu tragen nicht nur Kölns Sehenswürdigkeiten bei, sondern auch das weltoffene Völkchen, das dort zu Hause ist und immer zu einem Späßchen bereit ist.

Wild Boar (Sus scrofa) looking in the camera from natural forest surroundings

Kein Wunder also, dass des Eifelers bevorzugtes Exil Köln ist. Dort kann er die Großstadtluft, den Trubel und das urbane Lebensgefühl mit beiden Lungen voll einsaugen. Doch sobald er gesättigt ist, angereichert mit neuen Eindrücken, einem neuen temperamentvollen Schlag seines Herzens – und wahrscheinlich eine Menge neuer Klamotten – zieht es den Eifeler wieder in die Heimat. Zurück in die Ruhe, die weit mehr Stimmen hat, als sich um den Kölner Dom versammeln. Und die Stimmen der Ruhe gehen weit tiefer als der Boden des Rheins. Denn sie tragen den Eifeler wieder zurück zu sich selbst und damit an einen Ort, der letzten Endes doch weit mehr zu bieten hat, als die viertgrößte Stadt Deutschlands.

mm
Ich liebe die Natur der Eifel und das Schreiben ermöglicht mir, die Eifel auf eine ganz besondere Weise kennenzulernen. Denn ich erfahre Dinge, die ich vorher nicht wusste und das inspiriert mich.

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