Der Frühling kommt in die Gärten der Eifel

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Tatsächlich beginnt heute der Frühling, auch wenn sich die Temperaturen und der morgendliche Schneefall noch nicht ganz danach anfühlen. Doch der Frühling wird den Winter bald auch in der Eifel verdrängen. Erste Anzeichen dafür, dass die Tage bald wärmer werden und sich die Sonne öfter zeigt, sind die Schneeglöckchen. Diese zarten Gewächse sind stärker, als sie auf den ersten Blick erscheinen, denn ihnen machen Schnee und Frost nichts aus. Und obwohl sie es kalt mögen, schaffen sie es, das Herz der Gartenfreunde zu erwärmen, denn spätestens jetzt heißt es, rausgehen und den Garten wieder auf Vordermann bringen.

Frühjahresputz im Garten

Im Garten ist es nun Zeit für den Frühjahrsputz. (Foto: fotolia)

Bevor der Garten Stück für Stück bepflanzt werden kann, sollte erst mal ein bisschen Frühjahrsputz betrieben werden. Das heißt, altes Laub zusammenkehren, Staudentriebe zurückschneiden und abgestorbene Pflanzenteile vom Vorjahr entfernen. Sobald das erledigt ist, freut sich der Boden, wenn er aufgelockert wird und durch Pflanzenerde oder Kompost ein paar frische Nährstoffe erhält. Diese Arbeiten lassen sich bereits früh, ab Ende Februar durchführen, unter der Voraussetzung, dass der Frost den Boden nicht mehr allzu sehr zu Eis erstarren lässt.

Wer im Vorfrühling schon etwas anpflanzen möchte, kann Frühbeetkästen nutzen. Sonnenblumen, Gemüse oder Salat sind in diesen Kästen besonders gut aufgehoben. Auch Dahlien und Gladiolen fühlen sich dort wohl und treiben ihre ersten Sprossen aus. Im Frühbeetkasten sind die Pflanzen nicht dem noch unbeständigen Wetter und dem zum Teil noch eisigen Boden ausgeliefert und haben so die besten Chancen, schnell zu wachsen und auszutreiben. Ab Ende März können sie dann ins Freibeet umgesetzt werden. 

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Bereitgemacht für die Blütenpracht

Im März fängt das Gartenjahr dann so richtig an. Jetzt ist es an der Zeit Bäume und Sträucher zu stutzen, den Gemüsegarten anzulegen, den Rasen das erste Mal zu mähen, die Rosen zu schneiden die Zwiebeln der späten Sommerblumen zu vergraben.

Beim Stutzen der Bäume und Sträucher ist unbedingt an das bundesweite Baumfäll- und Heckenschnittverbot zu denken. Denn das Frühjahr ist auch die Zeit der Vögel, die in den Bäumen nisten und ihre Eier ausbrüten. Allerdings ist der März ein guter Monat, um Hecken und Bäume wieder in Form zu bringen. Formschnitt erlaubt, fällen oder stutzen verboten.

Zeit, das erste Mal im Jahr den Rasen zu mähen. (Foto: fotolia)

Der März ist auch der Monat, in dem der Rasen das erste Mal im Jahr gemäht werden sollte, am besten mit der niedrigsten Einstellung am Rasenmäher. Anschließend können dem Boden durch Rasendünger ein paar wertvolle Vitamine zugeführt werden, die über den Winter hinweg verloren gegangen sind.

Manche Gemüsesorten fühlen sich in der noch kühlen Erde pudelwohl. Zum Beispiel stört die Zwiebel der Frühling kaum und auch der Kopfsalat mag es frisch, wenn auch nicht frostig. Falls er im Frühbeet schon ausgetrieben hat, ist jetzt eine gute Zeit, ihn umzupflanzen. Um den Salat im noch unbeständigen März vorm Erfrieren zu bewahren, ist ein Folientunnel oder Fließ unter der Erde ausreichend. Außerdem gilt der Spruch: „Salat will im Winde wehen“. Die jungen Salatpflanzen sollten also mit den Blättern über der Erde ohne Bodenkontakt verpflanzt werden.

Damit durch das Jahr die Rosen blühen und duften, sollten sie im März beschnitten werden. Nachdem die alten und abgestorbenen Triebe entfernt wurden, kann der eigentliche Schnitt beginnen. Doch Achtung: starke Triebe sollten nicht zu sehr zurückgeschnitten werden, um die Rose nicht dazu zu zwingen, all ihre Kraft unter zu vielen Knospen aufzuteilen. Lieber die schwachen Triebe zurückschneiden und so zwar wenige, dafür aber längere und stärkere Triebe zu erhalten.

Im März werden schließlich auch die Zwiebeln für die spät blühenden Sommerblumen gesetzt. Dazu gehören Ziergräser, Farne und Lilien. Für diese Pflanzen ist es im Winter zu kalt und der Frost könnte ihnen schaden, deshalb werden sie erst im Frühjahr gesetzt, sobald die größte Frostgefahr gebannt ist.

Lilienzwiebeln sollten übrigens vorsortiert werden, denn nur aus den unbeschädigten und nicht zerknitterten Zwiebeln werden prachtvolle Blumen. In einer Erdtiefe von 10 bis 15 Zentimetern und einem Abstand von etwa 20 bis 25 Zentimetern fühlen sie sich am wohlsten.

Endlich ist der Lebensmittelpunkt wieder der Garten. (Foto: fotolia)

Sobald kein Frost mehr zu erwarten ist, im April oder Anfang Mai, können dann auch die Frühbeetpflanzen ausgesetzt werden.

Ab Anfang/Mitte April ist schließlich die Zeit gekommen, die Gartenmöbel abzustauben. Ab jetzt heißt es, das Wetter und den Garten zu genießen. Natürlich, die Gartenpflege geht weiter. Unkraut jäten, Rasen schneiden, Rosen stutzen, Schädlinge im Zaum halten; all das geht ab April erst richtig los.

mm
Ich liebe die Natur der Eifel und das Schreiben ermöglicht mir, die Eifel auf eine ganz besondere Weise kennenzulernen. Denn ich erfahre Dinge, die ich vorher nicht wusste und das inspiriert mich.

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